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Wohnen & Alltagstipps

Nachhaltig leben mit Haustieren: So haben wir Heizkosten halbiert & unsere Tiere glücklicher gemacht

by Winterberg 2025. 10. 1.

Wie alles anfing mit unserem Versuch, nachhaltiger zu leben – das war an einem kalten Januarmorgen, als unsere Katze Mimi sich mal wieder direkt vor dem Heizkörper zusammenrollte und wir gleichzeitig die Jahresabrechnung vom Energieversorger bekamen. "Schatz, hast du das gesehen?", rief ich aus der Küche, während ich ungläubig auf die Zahl starrte. Mein Mann kam mit seinem Kaffee herüber, warf einen Blick darauf und meinte nur: "Na toll, das ist ja fast ein kompletter Urlaub." In diesem Moment wurde uns klar, dass wir etwas ändern mussten – nicht nur wegen der Kosten, sondern auch weil uns bewusst wurde, wie viel Energie wir eigentlich verbrauchen, gerade mit unseren drei Fellnasen im Haus. Die Katze Mimi, unser Labrador Bruno und unsere beiden Wellensittiche Peter und Paul – sie alle brauchen es warm und gemütlich, aber musste das wirklich so viel kosten und die Umwelt belasten?

In den ersten Wochen unserer "Nachhaltigkeits-Mission", wie wir sie scherzhaft nannten, machten wir uns erstmal schlau über das Thema Heizen und Energiesparen. Dabei stießen wir auf etwas, das so banal klang, aber einen riesigen Unterschied machte: Heizkörper entlüften. Ich erinnere mich noch genau, wie mein Mann mit dem kleinen Entlüftungsschlüssel durchs Haus ging und ich hinter ihm her mit einer Schüssel und einem Handtuch. "Pass auf, gleich kommt's!", warnte er mich beim ersten Heizkörper im Wohnzimmer. Und tatsächlich – erst zischte es, dann kam ein bisschen Wasser, und plötzlich wurde der Heizkörper überall gleichmäßig warm. Bruno lag daneben und schaute uns mit seinen treuen Augen an, als würde er fragen: "Was macht ihr denn da für komische Sachen?" Die Prozedur ist eigentlich ganz einfach: Man dreht die Heizung auf, wartet bis sie warm wird, dann dreht man mit dem Entlüftungsschlüssel vorsichtig das Ventil auf – meist oben seitlich am Heizkörper. Sobald Wasser kommt, schnell wieder zudrehen. Das Gluckern und Blubbern, das wir vorher oft gehört hatten, war danach komplett verschwunden. Die Wärme verteilte sich viel besser im Raum, und wir konnten die Temperatur sogar um ein Grad senken, ohne dass es kälter wurde.

Der nächste Schritt war dann schon komplizierter – der hydraulische Abgleich, von dem uns unser Nachbar erzählt hatte. "Das macht kaum jemand, aber es spart richtig Geld", hatte er über den Gartenzaun gerufen. Also haben wir einen Fachmann kommen lassen, der sich unser ganzes Heizsystem angeschaut hat. Er erklärte uns, dass bei den meisten Heizungsanlagen das warme Wasser den Weg des geringsten Widerstands nimmt – also zu den Heizkörpern, die am nächsten zur Heizung liegen. Die weiter entfernten Räume, wie unser Schlafzimmer im ersten Stock, wurden dagegen kaum warm. "Kein Wunder, dass Mimi immer bei uns im Bett schläft", lachte ich, als der Heizungsmonteur das erklärte. Nach dem hydraulischen Abgleich war das wie Zauberei – jeder Raum bekam genau die Wärmemenge, die er brauchte. Der Monteur hatte die Ventile so eingestellt, dass das Heizwasser optimal verteilt wurde. Besonders im Bad merkten wir den Unterschied sofort. Vorher mussten wir die Heizung voll aufdrehen und trotzdem war es morgens eiskalt. Jetzt reichte Stufe drei und es war mollig warm, wenn wir aus der Dusche kamen. Die Investition von etwa 500 Euro hat sich schon im ersten Jahr fast amortisiert.

Ein weiteres Thema, das uns anfangs wie Raketenwissenschaft vorkam, war die Heizkurve und die Einstellung der Absenkzeiten. Unsere moderne Heizungsanlage hatte so viele Knöpfe und Einstellungen, dass wir uns erstmal völlig überfordert fühlten. "Schau mal, hier steht was von Nachtabsenkung", sagte mein Mann, während er in der Bedienungsanleitung blätterte. Die Heizkurve bestimmt, wie stark die Heizung arbeitet in Abhängigkeit von der Außentemperatur. Je steiler die Kurve, desto heißer macht die Heizung das Wasser bei kalten Außentemperaturen. Wir haben experimentiert und gemerkt, dass unsere Kurve viel zu steil eingestellt war. Nach ein paar Wochen des Ausprobierens hatten wir die perfekte Einstellung gefunden – die Heizung lief effizienter und trotzdem war es immer angenehm warm. Bei den Absenkzeiten haben wir eingestellt, dass die Heizung nachts von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens die Temperatur um drei Grad absenkt. Auch tagsüber, wenn wir beide arbeiten, läuft sie reduziert. Nur Bruno ist dann zu Hause, aber der liegt sowieso am liebsten in seinem Körbchen mit der dicken Decke, die wir extra für ihn gekauft haben.

Die Sache mit der Luftfeuchtigkeit haben wir ehrlich gesagt erst verstanden, als Mimi anfing zu husten. Der Tierarzt meinte, die trockene Heizungsluft könnte schuld sein. Tatsächlich zeigte unser neues Hygrometer nur 30 Prozent Luftfeuchtigkeit an – viel zu wenig! Optimal sind 40 bis 60 Prozent, nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere Tiere. Zu trockene Luft reizt die Schleimhäute, macht anfälliger für Erkältungen und lässt auch Möbel und Parkettböden leiden. Wir haben dann verschiedene Lösungen ausprobiert: Wasserschalen auf die Heizkörper stellen, was okay funktionierte, aber nicht besonders schön aussah. Nasse Handtücher über die Heizung hängen – das mochte ich gar nicht, sah aus wie in einer Studenten-WG. Schließlich haben wir in einen ordentlichen Luftbefeuchter investiert, der sich automatisch einschaltet, wenn die Luftfeuchtigkeit unter 40 Prozent fällt. Die Pflanzen, die wir zusätzlich aufgestellt haben, helfen auch. Besonders die große Grünlilie im Wohnzimmer ist ein echter Luftverbesserer. Peter und Paul, unsere Wellensittiche, profitieren davon enorm – ihre Federn glänzen wieder richtig schön und sie zwitschern viel fröhlicher.

Was die Wärmeisolierung angeht, da haben wir richtig kreativ werden müssen. Rollläden, Vorhänge und Teppiche – das klingt erstmal nach Omas Wohnzimmer, aber es macht einen enormen Unterschied! Abends, wenn es dunkel wird, lassen wir konsequent alle Rollläden runter. Das ist wie eine zusätzliche Dämmschicht vor den Fenstern. "Komm Bruno, Rollläden-Zeit!", rufe ich jeden Abend, und er läuft schwanzwedelnd mit mir durchs Haus. Es ist unser kleines Ritual geworden. Die schweren Vorhänge, die wir im Wohnzimmer aufgehängt haben, waren erst gewöhnungsbedürftig. "Das sieht aus wie im Theater", hatte mein Mann anfangs gemeckert. Aber als er merkte, wie viel wärmer es dadurch wurde, war er überzeugt. Besonders der dicke Teppich im Wohnzimmer hat es uns allen angetan. Mimi rollt sich darauf zusammen, Bruno legt sich breit drauf und wir laufen barfuß drüber – viel angenehmer als der kalte Boden vorher. Im Arbeitszimmer, wo die Wellensittiche stehen, haben wir extra darauf geachtet, dass ihr Käfig nicht direkt am Fenster steht, sondern an einer Innenwand. Zugluft mögen die kleinen Kerle gar nicht.

Beim Thema Tierfutter haben wir auch komplett umgedacht. Früher haben wir einfach das gekauft, was im Angebot war, ohne groß nachzudenken. Aber dann haben wir angefangen, die Etiketten zu lesen und waren erschrocken: Fleisch aus Südamerika, Getreide aus wer-weiß-wo, und die Zutatenliste las sich wie ein Chemielabor. "Das können wir besser", sagte ich zu meinem Mann, und so begann unsere Suche nach regionalem, ökologischem Tierfutter. Für Bruno haben wir einen kleinen Hofladen entdeckt, etwa 15 Kilometer entfernt, der selbst Hundefutter herstellt. Die verwenden Fleisch von regionalen Bauernhöfen und Gemüse aus eigenem Anbau. Der Besitzer, ein älterer Herr mit einem eigenen Rudel Hunde, erklärte uns genau, was drin ist und warum. "Schauen Sie, das hier ist Rinderpansen vom Metzger aus dem Nachbarort, die Kartoffeln kommen von unserem Feld", sagte er stolz. Bruno war von der ersten Kostprobe begeistert und seine Verdauung wurde auch viel besser. Kein Vergleich zu dem industriellen Zeug von früher! Für Mimi haben wir auf Bio-Katzenfutter umgestellt, das zwar etwas teurer ist, aber sie braucht davon weniger, weil es nahrhafter ist. Die Wellensittiche bekommen jetzt Körner aus biologischem Anbau und frisches Grünzeug aus unserem eigenen kleinen Garten.

Der eigene Gemüsegarten war sowieso eine der besten Entscheidungen, die wir getroffen haben. Angefangen hat es mit ein paar Kräutertöpfen auf der Fensterbank – Petersilie für die Wellensittiche, Katzengras für Mimi. Dann kam ein Hochbeet dazu, wo wir Salat, Radieschen und Karotten anbauen. "Bruno, nicht buddeln!", musste ich anfangs ständig rufen, wenn er mit seinen großen Pfoten im Beet wühlen wollte. Mittlerweile hat er verstanden, dass das Beet tabu ist, und wartet geduldig, bis ich ihm eine frische Karotte gebe. Das Schöne ist: Wir wissen genau, was wir essen und was unsere Tiere bekommen – keine Pestizide, kein langer Transport, alles frisch aus dem Garten. Die Küchenabfälle landen auf dem Kompost, der wiederum den Garten düngt. Ein perfekter Kreislauf! Im Sommer trocknen wir Kräuter für den Winter. Die getrocknete Petersilie mögen die Wellensittiche besonders gern, und Mimi liebt getrocknete Minze – ja, manche Katzen stehen drauf, haben wir gelernt.

Bei den Reinigungsmitteln haben wir auch radikal umgestellt. Früher hatten wir für alles ein spezielles Mittel – Fensterreiniger, Badreiniger, Küchenreiniger, Bodenreiniger. Unser Putzschrank quoll über und es roch immer so chemisch. "Das kann nicht gesund sein, vor allem nicht für die Tiere", meinte mein Mann eines Tages, als Mimi nach dem Putzen ständig niesen musste. Also haben wir uns informiert und auf ökologische Alternativen umgestellt. Essig, Natron und Kernseife – mehr braucht man eigentlich nicht. Für die Fenster nehmen wir Essigwasser und Zeitungspapier, funktioniert super und Peter und Paul können gefahrlos an der Scheibe knabbern, wenn sie wollen. Den Boden wischen wir mit warmem Wasser und einem Schuss Essig. Bruno kann direkt danach drüberlaufen, ohne dass wir uns Sorgen machen müssen. Für hartnäckigen Schmutz verwenden wir Natron, das wirkt wie ein sanftes Scheuermittel. Die Katzenklo-Reinigung machen wir nur noch mit heißem Wasser und ab und zu etwas Essig zur Desinfektion. Mimi hat seitdem keine Probleme mehr mit gereizten Pfötchen.

Das Katzenstreu war überhaupt so ein Thema für sich. Wir haben alles Mögliche ausprobiert – Bentonitstreu, Silikatstreu, Klumpstreu. Alles hatte Nachteile: entweder staubte es furchtbar, oder es war nicht biologisch abbaubar, oder es roch komisch. Dann sind wir auf Holzpellets gestoßen, die eigentlich als Heizmaterial gedacht sind. "Das soll funktionieren?", war ich skeptisch. Aber tatsächlich: Die Pellets saugen super auf, riechen angenehm nach Holz und können sogar kompostiert werden. Mimi war anfangs etwas irritiert von der neuen Textur, aber nach ein paar Tagen hatte sie sich daran gewöhnt. Das Beste: Die Pellets sind viel günstiger als spezielles Katzenstreu und wir müssen viel seltener das komplette Klo erneuern. Wir kaufen die Pellets säckeweise beim lokalen Brennstoffhändler, der sich immer wundert, warum wir im Sommer Heizpellets kaufen. "Für die Katze", sage ich dann und er schüttelt lächelnd den Kopf.

Beim Spielzeug für unsere Tiere haben wir auch umgedacht. Früher haben wir ständig neues Plastikspielzeug gekauft, das dann nach kurzer Zeit kaputt war und im Müll landete. Jetzt basteln wir viel selbst oder kaufen langlebiges Spielzeug aus natürlichen Materialien. Für Bruno haben wir ein Tau aus alter Bettwäsche geflochten – er liebt es! Zerrspiele sind sein Lieblingsspiel und das selbstgemachte Tau hält erstaunlich lange. Für Mimi basteln wir Spielangeln aus Stöcken, Schnur und Stoffresten oder Federn, die wir beim Spaziergang finden. Die Wellensittiche bekommen Äste aus dem Garten zum Knabbern und Schaukeln aus unbehandeltem Holz. "Guck mal, was ich für Peter und Paul gebastelt habe", rief mein Mann neulich stolz und präsentierte eine komplette Kletterlandschaft aus Ästen und Seilen. Die beiden Vögel waren begeistert und turnten sofort darauf herum.

Die Energiebilanz unseres Aquariums, das wir letztes Jahr angeschafft haben, war auch so eine Herausforderung. Ein 200-Liter-Becken mit tropischen Fischen braucht konstant 25 Grad – das geht ins Geld! Also haben wir in eine moderne LED-Beleuchtung investiert, die nur einen Bruchteil des Stroms der alten Röhren verbraucht. Die Zeitschaltuhr sorgt dafür, dass das Licht nur 10 Stunden am Tag brennt, was den Fischen völlig reicht. Um die Wärme zu halten, haben wir Styroporplatten an drei Seiten des Aquariums geklebt – sieht man nicht, spart aber enorm Heizenergie. Die Pumpe haben wir gegen ein energieeffizientes Modell ausgetauscht. Insgesamt verbraucht das Aquarium jetzt nur noch halb so viel Strom wie vorher. Die Fische scheint's nicht zu stören – sie schwimmen munter umher und die Pflanzen wachsen prächtig unter dem LED-Licht.

Übrigens haben wir auch eine kleine Tabelle angelegt, um unsere Einsparungen zu dokumentieren:

Maßnahme Investition Jährliche Ersparnis Amortisation
Heizkörper entlüften 5 € (Entlüftungsschlüssel) ca. 50 € sofort
Hydraulischer Abgleich 500 € ca. 200 € 2,5 Jahre
Programmierbare Thermostate 150 € ca. 100 € 1,5 Jahre
LED-Beleuchtung Aquarium 80 € ca. 60 € 1,3 Jahre
Rollläden konsequent nutzen 0 € ca. 80 € sofort
Luftbefeuchter 120 € Gesundheit unbezahlbar -

Was uns besonders aufgefallen ist: Viele Maßnahmen kosten fast nichts, bringen aber trotzdem was. Das regelmäßige Entlüften der Heizkörper zum Beispiel oder das konsequente Schließen der Rollläden – das sind Gewohnheiten, die man sich aneignen muss, aber sie kosten keinen Cent extra.

Ein anderer Aspekt, den wir unterschätzt hatten, war der Wasserverbrauch. Drei Tiere plus Aquarium – da kommt was zusammen! Bruno wird regelmäßig gebadet, besonders nach Waldspaziergängen im Matsch. Früher haben wir die Badewanne vollgemacht, aber das waren jedes Mal 150 Liter Wasser. Jetzt duschen wir ihn ab, das reicht völlig und er mag es sogar lieber. "Bruno, Dusche!", rufe ich, und er trabt brav ins Bad. Das warme Wasser aus der Dusche ist angenehmer für ihn als in der vollen Wanne zu stehen. Wir verwenden biologisch abbaubares Hundeshampoo, das wir nur alle paar Wochen benutzen – zwischendurch reicht klares Wasser. Für kleine Verschmutzungen haben wir immer einen Eimer mit lauwarmem Wasser und einen Lappen in der Garage stehen. Pfoten abwischen nach dem Spaziergang – fertig.

Das Aquariumwasser haben wir früher jede Woche zur Hälfte gewechselt, weil wir dachten, das muss so sein. Bis uns ein erfahrener Aquarianer erklärte, dass ein gut eingefahrenes Becken mit ausreichend Pflanzen viel seltener Wasserwechsel braucht. Jetzt wechseln wir nur noch alle zwei Wochen etwa 30 Prozent – das spart Wasser und stört die Fische weniger. Das alte Aquariumwasser kippen wir nicht weg, sondern gießen damit die Zimmerpflanzen. Die lieben das nährstoffreiche Wasser! "Schatz, ich brauch Gießwasser!", ruft mein Mann, wenn er mit der Gießkanne ankommt, und ich zapfe ihm was aus dem Aquarium ab.

Im Winter haben wir noch einen besonderen Trick entdeckt: Wir stellen Brunos Wassernapf auf eine Unterlage direkt neben die Heizung. Das Wasser verdunstet teilweise und befeuchtet die Luft – praktisch, oder? Mimi hat gleich drei Wasserstellen im Haus, alle in Heizungsnähe. Sie trinkt dadurch mehr, was gut für ihre Nieren ist, und die Verdunstung hilft gegen trockene Luft. Die Wellensittiche haben eine flache Badeschale in ihrem Käfig, die sie begeistert nutzen. Das Spritzwasser drumherum wischen wir einfach auf – auch das trägt zur Luftfeuchtigkeit bei.

Unser Stromverbrauch war auch so ein Augenöffner. Wir haben mal alle Geräte durchgezählt, die ständig laufen: Aquariumtechnik, Heizung für das Terrarium (das wir für eine Schildkröte geplant hatten, dann aber doch nicht angeschafft haben), diverse Ladegeräte, Stand-by-Geräte. "Das ist ja wie ein kleines Kraftwerk hier", staunte mein Mann, als wir die Liste durchgingen. Also haben wir konsequent aussortiert: Ladegeräte werden nach Gebrauch ausgesteckt, Stand-by-Geräte hängen an schaltbaren Steckdosenleisten. Allein das spart im Jahr etwa 150 Euro Strom! Das Nachtlicht im Flur haben wir durch ein LED-Modell mit Bewegungsmelder ersetzt – geht nur an, wenn wirklich jemand vorbeiläuft, also wenn wir nachts mal raus müssen mit Bruno.

Bei der Beleuchtung generell haben wir komplett auf LED umgestellt. Das war eine Investition, aber es lohnt sich. Besonders im Winter, wenn es früh dunkel wird und wir viel Licht brauchen. Die alten Halogenspots im Wohnzimmer haben 300 Watt gezogen, die neuen LEDs nur 30 Watt bei gleicher Helligkeit. Mimi liebt es, sich unter der warmen Stehlampe zusammenzurollen – früher war das eine 100-Watt-Glühbirne, jetzt eine 10-Watt-LED mit warmweißem Licht. Sie merkt keinen Unterschied, unser Stromzähler schon.

Die Futterautomaten für die Tiere haben wir auch optimiert. Für Mimi hatten wir einen elektrischen Futterautomaten, der ständig am Strom hing. Jetzt verwenden wir einen mechanischen mit Zeitschaltuhr, der ohne Strom auskommt. Funktioniert genauso gut! Für die Wellensittiche haben wir Futterspender aus Glas statt Plastik – sieht schöner aus und hält ewig. Bruno bekommt sein Futter aus einem Edelstahlnapf, den wir seit Jahren haben. "Der hält länger als wir", scherzt mein Mann immer.

Was das Reisen angeht, haben wir auch umgedacht. Früher sind wir in den Urlaub geflogen und haben die Tiere in Pension gegeben – teuer und stressig für alle Beteiligten. Jetzt machen wir Urlaub in Deutschland, fahren mit dem Auto und nehmen Bruno mit. Es gibt so viele hundefreundliche Ferienwohnungen! Mimi und die Wellensittiche werden von unserer Nachbarin versorgt, die sich riesig freut, wenn sie vorbeikommen darf. "Die Kleine hat mich heute wieder um den Finger gewickelt", erzählt sie dann lachend über Mimi. Im Gegenzug gießen wir ihre Blumen, wenn sie weg ist. Diese Nachbarschaftshilfe spart nicht nur Geld, sondern stärkt auch die Gemeinschaft.

Unsere Reinigungsroutine haben wir auch energiesparender gestaltet. Staubsaugen machen wir jetzt gezielter – nicht mehr das ganze Haus auf einmal, sondern Raum für Raum, je nach Bedarf. Im Wohnzimmer, wo die Tiere sich hauptsächlich aufhalten, saugen wir öfter, in wenig genutzten Räumen seltener. Den alten Staubsauger mit 2000 Watt haben wir gegen ein modernes Gerät mit 700 Watt ausgetauscht – saugt genauso gut, braucht aber viel weniger Strom. Für die tägliche Reinigung verwenden wir einen Gummibesen – der sammelt Tierhaare sogar besser als der Staubsauger und braucht gar keinen Strom. "Bruno, zur Seite!", rufe ich, wenn ich durchfege, und er springt elegant über den Besenstiel.

Die Wäsche waschen wir grundsätzlich bei 30 oder 40 Grad – reicht völlig aus, auch für Hundedecken und Katzenkissen. Nur wenn Bruno sich mal richtig eingesaut hat, waschen wir seine Sachen bei 60 Grad. Wir sammeln immer, bis die Maschine voll ist, und nutzen das Eco-Programm. Zum Trocknen hängen wir alles auf die Leine – im Sommer draußen, im Winter im Heizungskeller. Der Trockner läuft nur im Notfall. Die Tierdecken klopfen wir vorher gründlich aus, dann muss die Waschmaschine nicht so viel Tierhaare bewältigen.

Sogar beim Thema Tierarzt haben wir nachhaltiger gedacht. Statt bei jedem kleinen Wehwehchen hinzufahren, haben wir uns eine gute Hausapotheke angelegt. Natürlich in Absprache mit unserem Tierarzt! Kleine Verletzungen können wir selbst versorgen, bei Durchfall wissen wir, was zu tun ist. Das spart Fahrten und Stress für die Tiere. Impfungen und Vorsorge machen wir natürlich trotzdem regelmäßig, aber wir verbinden das mit anderen Erledigungen in der Stadt. "Zwei Fliegen mit einer Klappe", sage ich immer. Für die regelmäßige Wurmkur haben wir auf ein natürliches Präparat umgestellt – Kürbiskerne für Bruno, spezielle Kräuter für Mimi. Funktioniert super und ist viel schonender als die Chemiekeule.

Die Gartenpflege machen wir komplett ohne Motorgeräte. Rasenmäher mit Benzinmotor? Haben wir abgeschafft! Jetzt haben wir einen Spindelmäher, der nur mit Muskelkraft funktioniert. "Das ist wie Fitnessstudio mit Sinn", sagt mein Mann immer, wenn er mäht. Bruno läuft nebenher und freut sich über die Bewegung. Das Laub harken wir zusammen und lassen es in einer Ecke als Winterquartier für Igel liegen. Mimi jagt gerne durchs raschelnde Laub, und wir freuen uns über die Igel, die nachts durchs Katzengitter schauen.

Besonders stolz sind wir auf unser Regenwasser-System. Wir haben zwei große Tonnen aufgestellt, die das Wasser vom Dach sammeln. Damit gießen wir den Garten, füllen die Vogeltränke und waschen Brunos Pfoten nach Spaziergängen. "Kostenloses Wasser vom Himmel", sage ich immer. Im Sommer, wenn es lange nicht regnet, müssen wir zwar trotzdem mal den Gartenschlauch nehmen, aber die meiste Zeit reicht das Regenwasser. Die Vögel im Garten lieben die Tränke – wir haben regelmäßig Besuch von Amseln, Meisen und sogar einem Buntspecht-Pärchen. Peter und Paul schauen dann immer ganz aufgeregt aus ihrem Käfig und zwitschern mit den Wildvögeln um die Wette.

Unsere Einkaufsgewohnheiten haben sich auch komplett geändert. Früher sind wir oft spontan losgefahren – mal eben Katzenfutter holen, dann noch Leckerlis für Bruno, ach und Vogelsand brauchen wir auch. Jetzt planen wir: Einmal die Woche der große Einkauf, alles auf einmal. Wir kaufen in größeren Mengen, was länger haltbar ist – spart Fahrten und oft auch Geld. Das Hundefutter bestellen wir gleich für zwei Monate beim Hofladen, das Katzenstreu (die Holzpellets) kaufen wir palettenweise. "Wir könnten einen kleinen Laden aufmachen", scherzt meine Schwester, wenn sie unseren Vorratsraum sieht.

Die Verpackungen sind auch so ein Thema. Früher haben wir die kleinen Portionsbeutel gekauft – praktisch, aber so viel Müll! Jetzt kaufen wir Großpackungen und füllen um. Brunos Trockenfutter kommt im 15-Kilo-Sack, den wir in eine große Tonne mit Deckel umfüllen. Die leeren Säcke verwenden wir als Müllbeutel für den Garten oder zum Transport von Gartenabfällen. Leckerlis backen wir oft selbst – Leberwurstkekse liebt Bruno über alles! "Heute ist Backtag!", verkünde ich, und er legt sich erwartungsvoll vor den Ofen. Das Rezept ist simpel: Haferflocken, Ei, etwas Leberwurst, fertig. Keine Zusatzstoffe, kein Verpackungsmüll, und wir wissen genau, was drin ist.

Die Möbel für die Tiere haben wir größtenteils gebraucht gekauft oder selbst gebaut. Brunos Körbchen stammt vom Flohmarkt – robust, zeitlos und nach einer gründlichen Wäsche wie neu. Den Kratzbaum für Mimi haben wir aus alten Teppichresten und einem stabilen Ast selbst gebaut. "Das ist ja ein richtiges Kunstwerk geworden", meinte unsere Freundin bewundernd. Mimi war erst skeptisch, aber nachdem wir etwas Baldrian draufgeträufelt hatten, war es ihr neuer Lieblingsplatz. Für die Wellensittiche haben wir aus unbehandeltem Holz vom Schreiner kleine Sitzstangen und Spielzeuge gebastelt. Die mögen sie viel lieber als das bunte Plastikzeug aus der Zoohandlung.

Im Sommer haben wir noch eine besondere Strategie entwickelt: Wir lassen nachts die kühle Luft rein und machen tagsüber alles dicht. Rollläden runter, Fenster zu, Vorhänge vor. So bleibt es angenehm kühl ohne Klimaanlage. Bruno hat seine Kühlmatte, die wir im Kühlschrank vorkühlen – er liebt es, sich draufzulegen, wenn es heiß ist. Mimi sucht sich die kühlsten Plätze im Haus, meist die Fliesen im Bad. Die Wellensittiche bekommen einen kleinen Ventilator, der für sanfte Luftbewegung sorgt. "Aber nicht direkt draufhalten", warnt mein Mann immer, "Zugluft mögen sie nicht."

Was uns auch aufgefallen ist: Seit wir bewusster leben, haben wir viel mehr Zeit für die Tiere. Früher waren wir ständig unterwegs – einkaufen, dies besorgen, das erledigen. Jetzt ist alles strukturierter, und wir haben mehr Ruhe. Die gemeinsamen Spaziergänge mit Bruno sind länger geworden, wir spielen mehr mit Mimi, beobachten die Wellensittiche bei ihren Flugübungen. "Weißt du was", sagte mein Mann neulich, "ich glaube, nicht nur wir sparen Energie – wir haben auch mehr Energie für die wichtigen Dinge."

Ein großes Thema war auch die Entsorgung. Katzenstreu, Hundekot, Vogelsand – wo kommt das alles hin? Früher haben wir alles in die Restmülltonne geworfen. Jetzt sind wir schlauer: Das Holzpellet-Katzenstreu kommt auf den Kompost (nur die festen Bestandteile natürlich), Hundekot sammeln wir in biologisch abbaubaren Beuteln und entsorgen ihn im Restmüll. Den Vogelsand sieben wir – der saubere Teil wird wiederverwendet, der verschmutzte kommt in den Biomüll. "Wir sind richtige Recycling-Profis geworden", sage ich stolz. Die Nachbarn wundern sich manchmal, wenn sie uns mit unseren verschiedenen Eimern und Behältern hantieren sehen.

Unsere Tierarzt-Besuche haben wir auch optimiert. Statt einzeln hinzufahren, machen wir Sammeltermine – Impfungen für alle gleichzeitig. Das spart Fahrten und Zeit. Unser Tierarzt findet das super: "So eine organisierte Familie habe ich selten", lobt er uns. Die jährliche Vorsorge verbinden wir mit der Urlaubsplanung – wenn eh alle durchgecheckt werden, können wir beruhigt verreisen. Die Medikamente kaufen wir online in der Versandapotheke, das ist oft günstiger und wird CO2-neutral geliefert.

Auch bei den Pflegeprodukten haben wir umgestellt. Brunos Fell bürsten wir täglich – das reduziert die Haare im Haus und er braucht seltener ein Bad. Die ausgekämmten Haare kommen übrigens in den Garten – Vögel verwenden sie gerne für den Nestbau! "Bruno sponsert die Vogel-Kinderstube", lachen wir. Mimis Krallen wetzen sich draußen von selbst ab, seit sie wieder mehr rausgeht. Nur im Winter müssen wir mal schneiden. Die Wellensittiche haben verschiedene Sitzstangen mit unterschiedlichen Durchmessern – das hält ihre Füße gesund und die Krallen in Form.

Was die Ernährung unserer Tiere angeht, haben wir auch viel gelernt. Reste vom Tisch sind tabu – auch wenn Bruno noch so treuherzig guckt. "Nein, das ist nichts für Hunde", sage ich konsequent. Stattdessen bekommt er gesunde Snacks: Karottenstücke, Apfelschnitze (ohne Kerne!), mal ein Stück Gurke. Mimi liebt gekochtes Hühnchen ohne Gewürze, das wir extra für sie zubereiten. Die Wellensittiche bekommen täglich frisches Grünzeug – Löwenzahn aus dem Garten, Vogelmiere, ungespritzte Salatblätter. "Restaurant Garten hat geöffnet!", rufe ich, wenn ich mit der Ernte reinkomme.

Die Transportboxen für die Tiere haben wir gebraucht gekauft und selbst aufgemöbelt. Brunos Transportbox fürs Auto haben wir mit einer selbstgenähten Matte ausgestattet – waschbar und gemütlich. Mimis Transportkorb haben wir vom Sperrmüll gerettet und neu ausgepolstert. "Der ist ja besser als neu", meinte der Tierarzt anerkennend. Für die Wellensittiche haben wir eine kleine Transportbox aus Holz gebaut, mit Sichtfenster aus Plexiglas. Die ist viel angenehmer für sie als diese engen Pappkartons aus der Zoohandlung.

Unser neuestes Projekt ist ein Insektenhotel im Garten. "Das ist auch Tierschutz", erklärt mein Mann, während er Bambusröhrchen zurechtschneidet. Die Wildbienen und andere Insekten, die dort einziehen, bestäuben unsere Obstbäume und Gemüsepflanzen. Mimi findet es hochchinteressant und sitzt stundenlang davor – aber nur zum Beobachten, Jagen ist dort verboten! Bruno schnüffelt kurz dran und legt sich dann gelangweilt in den Schatten. Die Wellensittiche beobachten das Treiben durchs Fenster und zwitschern aufgeregt, wenn eine dicke Hummel vorbeifliegt.

Was uns besonders freut: Wir haben andere Tierhalter in der Nachbarschaft inspiriert. Die Familie mit dem Golden Retriever zwei Häuser weiter hat auch auf ökologisches Futter umgestellt. "Ihr hattet recht, dem Benny geht's viel besser damit", erzählten sie neulich. Die ältere Dame mit den drei Katzen hat sich unseren Tipp mit den Holzpellets zu Herzen genommen. "So günstig war Katzenstreu noch nie", freut sie sich. Es bildet sich eine richtige kleine Community von umweltbewussten Tierhaltern bei uns in der Straße.

Der Winter steht jetzt vor der Tür, und wir sind bestens vorbereitet. Die Heizung ist optimal eingestellt, die Räume gut isoliert, die Luftfeuchtigkeit stimmt. Bruno hat seine Winterjacke (gebraucht gekauft und perfekt passend), Mimi ihr warmes Körbchen am Heizkörper, und die Wellensittiche genießen die konstante Raumtemperatur. "Wir haben's alle kuschelig warm", stelle ich zufrieden fest, während draußen der erste Schnee fällt.

Wenn ich zurückdenke an diesen Januarmorgen mit der hohen Stromrechnung, kann ich nur schmunzeln. Was als Sparmaßnahme begann, ist zu einer Lebensphilosophie geworden. Wir leben bewusster, nachhaltiger und – das Verrückte ist – auch glücklicher. Die Tiere sind gesünder, wir haben mehr Zeit füreinander, und nebenbei tun wir was für die Umwelt. "Das hätte ich nie gedacht", sagt mein Mann oft, "dass Sparen so erfüllend sein kann."

Natürlich ist nicht alles perfekt. Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich doch zur Plastikverpackung greife, weil's schneller geht. Oder wir fahren doch mal mit dem Auto zum Bäcker, obwohl wir auch laufen könnten. "Wir sind keine Öko-Heiligen", sage ich dann zu meinem Mann, "aber wir geben unser Bestes." Und das ist es, was zählt: Nicht perfekt sein wollen, sondern Schritt für Schritt besser werden.

Die Kinder unserer Freunde lieben es übrigens, uns zu besuchen. "Bei euch ist es wie auf einem Bauernhof", sagte die kleine Emma neulich. Na ja, ganz so ist es nicht, aber wir haben tatsächlich ein kleines Paradies geschaffen – für uns und unsere Tiere. Der Garten summt und brummt, die Tiere sind zufrieden, und wir haben das gute Gefühl, unseren Teil beizutragen.

Neulich kam die Jahresabrechnung vom Energieversorger. Wir saßen wieder am Küchentisch, diesmal aber entspannt. "Schau mal", sagte mein Mann grinsend, "wir bekommen sogar was zurück!" Tatsächlich – durch all unsere Maßnahmen haben wir so viel gespart, dass wir eine Rückzahlung bekommen. Das Geld investieren wir gleich wieder sinnvoll: Ein neuer Nistkasten für den Garten, Bio-Saatgut fürs nächste Jahr und vielleicht ein paar neue Pflanzen fürs Wohnzimmer – für bessere Luft und mehr Grün.

Was haben wir gelernt auf dieser Reise? Dass Nachhaltigkeit keine Einschränkung ist, sondern eine Bereicherung. Dass man nicht alles auf einmal ändern muss, sondern Schritt für Schritt vorangehen kann. Und dass unsere Tiere die besten Lehrmeister sind: Sie zeigen uns, was wirklich wichtig ist – Wärme, Geborgenheit, gutes Futter und Zeit füreinander. Alles andere ist Luxus, den man hinterfragen darf.

Für alle, die auch nachhaltiger mit ihren Tieren leben möchten, haben wir einen einfachen Rat: Fangt klein an! Entlüftet die Heizkörper, stellt die Heizung richtig ein, achtet auf die Luftfeuchtigkeit. Schaut, wo ihr Energie sparen könnt, ohne dass es jemand merkt. Und dann, Schritt für Schritt, erweitert euren Radius. Ihr werdet überrascht sein, wie viel möglich ist und wie gut es sich anfühlt.

Wenn ihr mehr von unseren Alltagsabenteuern lesen wollt, schaut gerne regelmäßig hier am "Küchentisch" vorbei. Nächste Woche erzählen wir euch, wie wir unseren ersten komplett plastikfreien Einkauf gemeistert haben – spoiler: Bruno hat dabei eine tragende Rolle gespielt, im wahrsten Sinne des Wortes! Und Mimi hat bewiesen, dass auch Katzen durchaus Interesse an Stofftaschen haben können, wenn man sie richtig motiviert. Bis dahin: Bleibt neugierig, probiert aus und habt Spaß dabei, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen – für euch, eure Tiere und alle, die nach uns kommen.