
Es war ein schwüler Augustabend letzten Jahres, als meine Frau und ich gemütlich am Küchentisch saßen und den Wetterbericht verfolgten. „Schatz, hast du gesehen? Da kommt ein ordentliches Gewitter auf uns zu", sagte sie und zeigte aus dem Fenster, wo sich bereits bedrohlich dunkle Wolken auftürmten. Keine Stunde später zuckte ein greller Blitz durch unser Wohnzimmer, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Knall. Der Fernseher ging aus, die Lichter flackerten, und plötzlich roch es verbrannt. Was dann folgte, war eine wochenlange Odyssee durch Versicherungsformulare, Gutachtertermine und Reparaturen, die uns die Augen öffnete für ein Thema, das wir bis dahin völlig unterschätzt hatten: Blitz- und Überspannungsschäden und wer eigentlich dafür aufkommt.
Der direkte Einschlag in unser Haus war zum Glück nicht passiert, aber der Blitz hatte etwa 200 Meter entfernt in eine alte Eiche eingeschlagen. Was wir nicht wussten: Auch so ein „indirekter" Blitzschlag kann durch die Stromleitungen eine massive Überspannung verursachen, die sich kilometerweit ausbreitet. Bei uns zu Hause waren plötzlich der Fernseher, die Spielekonsole unseres Sohnes, der Router, die Mikrowelle und sogar die teure Espressomaschine hinüber. Der Schaden belief sich auf über 4.000 Euro, und wir standen erst einmal ratlos da. Unsere erste Reaktion war, bei der Hausratversicherung anzurufen – schließlich waren es ja unsere Sachen, die kaputtgegangen waren. Der freundliche Mitarbeiter am Telefon stellte dann die entscheidende Frage: „Haben Sie denn Überspannungsschäden durch Blitz in Ihrem Vertrag mit drin?" Ehrlich gesagt hatten wir keine Ahnung.
Die Suche nach unseren Versicherungsunterlagen gestaltete sich wie eine archäologische Ausgrabung im heimischen Aktenschrank. Nach einer halben Stunde hatten wir endlich den Vertrag gefunden – abgeschlossen vor acht Jahren, als wir in unser Haus eingezogen waren. Beim Durchlesen wurde uns schnell klar: Direkte Blitzschäden waren versichert, aber bei Überspannungsschäden stand ein großes Fragezeichen. In den alten Bedingungen war von „unmittelbaren Blitzschlägen" die Rede, aber nichts von Überspannung durch indirekte Einschläge. Der Versicherungsmitarbeiter erklärte uns später, dass dies bei älteren Verträgen häufig der Fall sei. Früher war das kein großes Thema, weil es weniger empfindliche Elektronik gab. Ein alter Röhrenfernseher steckte eine Überspannung meist besser weg als moderne Smart-TVs mit ihrer sensiblen Elektronik.
Nach weiteren Recherchen und Telefonaten stellte sich heraus, dass unsere Hausratversicherung tatsächlich keine Überspannungsschäden abdeckte – zumindest nicht in der Basisversion, die wir damals abgeschlossen hatten. Es gab zwar einen Zusatzbaustein „Überspannungsschutz", aber den hatten wir nicht gebucht. Die jährliche Mehrprämie hätte gerade mal 15 Euro betragen, aber damals dachten wir, das sei überflüssig. Eine teure Fehleinschätzung, wie sich jetzt herausstellte. Immerhin erfuhren wir, dass neuere Verträge diese Schäden oft standardmäßig einschließen, aber bei uns war das leider nicht der Fall. Die Versicherung bot uns an, den Baustein nachträglich aufzunehmen – allerdings mit einer Wartezeit von drei Monaten und natürlich ohne Übernahme der aktuellen Schäden.
Die Wohngebäudeversicherung war unsere nächste Hoffnung, schließlich waren auch fest installierte Geräte wie die Heizungssteuerung und die elektrische Garagentoranlage betroffen. Hier hatten wir etwas mehr Glück: Die Police deckte tatsächlich Überspannungsschäden an fest mit dem Gebäude verbundenen elektrischen Anlagen ab. Die Definition von „fest verbunden" führte allerdings zu interessanten Diskussionen. Die Heizungssteuerung war klar, aber was war mit dem Durchlauferhitzer im Bad? Der war zwar fest installiert, aber über eine Steckdose angeschlossen. Nach einigem Hin und Her akzeptierte die Versicherung auch diesen Schaden. Insgesamt übernahm die Wohngebäudeversicherung etwa 1.500 Euro der Gesamtschäden.
Die Beweisführung, dass tatsächlich eine Überspannung durch Blitz die Ursache war, gestaltete sich komplizierter als gedacht. Die Versicherung verlangte ein Gutachten, das bestätigte, dass die Schäden durch das Gewitter verursacht wurden. Zum Glück hatten mehrere Nachbarn ähnliche Probleme, was unsere Argumentation stützte. Der Elektriker, den wir zur Überprüfung der Hausinstallation rufen mussten, stellte fest, dass unser Überspannungsschutz am Sicherungskasten veraltet und teilweise defekt war. Er hatte zwar seinen Dienst getan und Schlimmeres verhindert, aber die feinere Elektronik konnte er nicht mehr schützen. Die Kosten für das Gutachten von 350 Euro mussten wir zunächst selbst tragen, bekamen sie aber später von der Wohngebäudeversicherung erstattet.
Ein wichtiger Punkt, den wir schmerzlich lernen mussten, ist die Dokumentation. Als die Versicherung nach Kaufbelegen für die beschädigten Geräte fragte, wurde es bei einigen Sachen schwierig. Den Fernseher hatten wir erst vor zwei Jahren gekauft, da war der Beleg noch da. Aber die Espressomaschine war ein Hochzeitsgeschenk von vor fünf Jahren – kein Beleg mehr auffindbar. Ohne Nachweis wollte die Versicherung nur den Zeitwert erstatten, was deutlich weniger war als der Wiederbeschaffungswert. Seitdem fotografieren wir alle Kaufbelege und speichern sie digital. Ein Tipp, den uns der Gutachter gab: Macht regelmäßig Fotos von euren Wertgegenständen und notiert Marke, Modell und ungefähres Kaufdatum. Das erleichtert im Schadensfall die Abwicklung enorm.
Die Reparatur und der Ersatz der beschädigten Geräte zogen sich über Wochen hin. Besonders ärgerlich war der Ausfall der Heizungssteuerung, denn es war September und die ersten kühlen Nächte standen bevor. Der Monteur musste zweimal kommen, weil beim ersten Mal das Ersatzteil nicht passte. Die neue Steuerung kostete nicht nur 900 Euro, sondern wir mussten auch drei Wochen auf die Lieferung warten, da es sich um ein Spezialmodell handelte. In dieser Zeit mussten wir die Heizung manuell bedienen, was bedeutete, dass einer von uns mehrmals täglich in den Keller musste. Die Espressomaschine versuchten wir zunächst reparieren zu lassen, aber der Techniker meinte, die Hauptplatine sei durchgebrannt und eine Reparatur würde fast so viel kosten wie eine neue Maschine.
Nach dieser Erfahrung haben wir uns intensiv mit dem Thema Überspannungsschutz beschäftigt. Es gibt verschiedene Schutzebenen, die man installieren kann: Grobschutz direkt am Hausanschluss oder Zählerschrank (Typ 1), Mittelschutz in der Unterverteilung (Typ 2) und Feinschutz an der Steckdose (Typ 3). Der Elektriker empfahl uns ein dreistufiges System, wobei der Grobschutz seit 2016 bei Neubauten sogar Pflicht ist. Bei unserem älteren Haus war nur ein veralteter Typ-2-Schutz vorhanden, der seine besten Zeiten hinter sich hatte. Die Investition in einen neuen, dreistufigen Schutz kostete uns etwa 800 Euro inklusive Installation, aber das war es uns wert. Der Elektriker erklärte, dass ein guter Überspannungsschutz wie eine Opferanode funktioniert: Er nimmt die Überspannung auf und „opfert" sich, um die dahinterliegende Technik zu schützen. Nach einem Blitzschlag muss man diese Schutzmodule oft austauschen, aber das ist immer noch günstiger als neue Geräte.
Besonders interessant fanden wir die verschiedenen Arten, wie Überspannungen entstehen können. Nicht nur Blitze sind das Problem, sondern auch Schalthandlungen im Stromnetz, defekte Transformatoren oder sogar Bauarbeiten, bei denen versehentlich Erdkabel getroffen werden. Unser Elektriker erzählte uns von einem Fall, wo ein Bagger eine Mittelspannungsleitung erwischte und in der halben Nachbarschaft die Elektronik gegrillt wurde. Auch hier griffen nicht alle Versicherungen, weil es sich nicht um einen „Blitzschaden" handelte. Manche moderne Versicherungen decken mittlerweile alle Arten von Überspannungen ab, unabhängig von der Ursache – das kostet etwas mehr, bietet aber umfassenderen Schutz.
Die Installation von Überspannungsschutzgeräten an einzelnen Steckdosen ist eine günstige Sofortmaßnahme, die jeder selbst durchführen kann. Wir haben uns mehrere Steckdosenleisten mit integriertem Überspannungsschutz gekauft, die zwischen 20 und 50 Euro kosten. Wichtige und teure Geräte wie Computer, Fernseher und Musikanlage sind jetzt alle über solche Schutzleisten angeschlossen. Dabei sollte man auf die Schutzklasse achten: Billige Leisten bieten oft nur minimalen Schutz. Gute Modelle haben eine Kontrollleuchte, die anzeigt, ob der Schutz noch funktioniert, und manche haben sogar eine Versicherung inkludiert, die Schäden bis zu einem bestimmten Betrag abdeckt, falls der Schutz versagt.
Ein Aspekt, der oft vergessen wird, sind Telefon-, Internet- und Antennenleitungen. Die Überspannung kam bei uns nicht nur über das Stromnetz, sondern auch über die Telefonleitung. Der Router war doppelt getroffen – einmal über die Stromversorgung und einmal über die DSL-Leitung. Seitdem haben wir auch für diese Leitungen Überspannungsschutz installiert. Das sind kleine Kästen, die zwischen Telefondose und Router geschaltet werden und etwa 30 Euro kosten. Bei der Satellitenanlage ist es ähnlich – auch hier kann eine Überspannung eindringen und den Fernseher zerstören. Es gibt spezielle Überspannungsableiter für Koaxialkabel, die man zwischen Antennendose und Gerät schaltet.
Die rechtliche Situation bei Blitz- und Überspannungsschäden ist teilweise verworren. Grundsätzlich haftet niemand für „höhere Gewalt", zu der Blitzschläge zählen. Aber es gibt Ausnahmen: Wenn zum Beispiel der Vermieter trotz Kenntnis keinen ausreichenden Überspannungsschutz installiert hat, obwohl dies gesetzlich vorgeschrieben war, kann er unter Umständen haftbar gemacht werden. Bei uns war das nicht relevant, da wir Eigentümer sind, aber für Mieter ist das wichtig zu wissen. Auch Elektriker können haftbar sein, wenn sie bei Arbeiten den Überspannungsschutz nicht fachgerecht installiert haben. Unser Elektriker erzählte uns von einem Kollegen, der verklagt wurde, weil er bei einer Modernisierung den Überspannungsschutz vergessen hatte.
Die psychologische Komponente eines solchen Schadens darf man nicht unterschätzen. Wochenlang zuckten wir bei jedem Gewitter zusammen und rannten durchs Haus, um Geräte auszustecken. Unser Sohn weigerte sich, seine neue Spielekonsole anzuschließen, wenn Wolken am Himmel waren. Diese Angst hat sich mittlerweile gelegt, auch dank des neuen Überspannungsschutzes, aber ein mulmiges Gefühl bleibt. Wir haben uns angewöhnt, bei längerer Abwesenheit empfindliche Geräte vom Netz zu trennen – nicht nur wegen Gewittern, sondern auch wegen möglicher Netzstörungen. Das mag übertrieben erscheinen, aber nach unserer Erfahrung ist Vorsicht besser als Nachsicht.
Ein praktischer Tipp, den wir von einem befreundeten Elektriker bekommen haben: Man sollte nach einem Gewitter immer die Schutzgeräte kontrollieren. Viele Überspannungsschutzgeräte haben eine Anzeige, die signalisiert, ob sie noch funktionieren. Wenn die Kontrollleuchte aus ist, hat sich das Gerät „geopfert" und muss ausgetauscht werden. Das haben wir tatsächlich schon einmal erlebt – nach einem heftigen Gewitter war die LED an einer unserer Schutzleisten erloschen. Das Gerät hatte seine Aufgabe erfüllt und unsere Technik geschützt, war dabei aber selbst kaputtgegangen. Die 35 Euro für eine neue Leiste waren gut investiert.
Die Kommunikation mit der Versicherung war eine Lektion in Geduld und Hartnäckigkeit. Erst hieß es, unser Fall würde innerhalb von zwei Wochen bearbeitet. Nach drei Wochen ohne Rückmeldung riefen wir an und erfuhren, dass noch Unterlagen fehlten – die uns niemand mitgeteilt hatte. Dann wurde ein Gutachter geschickt, der allerdings erst nach weiteren zwei Wochen Zeit hatte. Seine Feststellungen mussten dann nochmals geprüft werden. Insgesamt dauerte es fast zwei Monate, bis wir das Geld von der Wohngebäudeversicherung bekamen. Bei der Hausratversicherung ging es schneller – nachdem klar war, dass sie nicht zahlen musste, bekamen wir innerhalb einer Woche die schriftliche Ablehnung. Immerhin konnten wir dann den Vertrag anpassen und den Überspannungsschutz nachträglich einschließen.
Die finanzielle Belastung durch die nicht erstatteten Schäden war erheblich. Etwa 2.500 Euro mussten wir aus eigener Tasche zahlen, plus die Kosten für den verbesserten Überspannungsschutz. Wir mussten den geplanten Familienurlaub verkürzen und einige andere Anschaffungen verschieben. Besonders ärgerlich war, dass wir das alles hätten vermeiden können, wenn wir von Anfang an den erweiterten Versicherungsschutz gehabt hätten. Die zusätzlichen 15 Euro im Jahr erscheinen im Nachhinein wie ein Schnäppchen. Wir haben ausgerechnet, dass wir 166 Jahre lang die Zusatzprämie hätten zahlen können, bevor wir auf die Summe gekommen wären, die uns der Schaden gekostet hat.
Mittlerweile haben wir unsere Versicherungen komplett überarbeitet und dabei einige interessante Entdeckungen gemacht. Viele Versicherer bieten mittlerweile sogenannte „All-Risk-Deckungen" an, die auch unbenannte Gefahren abdecken. Das ist teurer als die klassische Versicherung, bietet aber umfassenderen Schutz. Wir haben uns für einen Mittelweg entschieden: erweiterte Deckung für Überspannungsschäden aller Art, aber keine komplette All-Risk-Police. Die Mehrkosten betragen etwa 50 Euro pro Jahr für die Hausratversicherung und 30 Euro für die Wohngebäudeversicherung. Das erscheint uns angemessen für den gebotenen Schutz. Außerdem haben wir die Versicherungssummen angepasst, denn uns wurde klar, dass wir unterversichert waren – die Werte von vor acht Jahren stimmten längst nicht mehr.
Oft wurden wir gefragt, ob es sich denn lohnt, so viel Geld in Überspannungsschutz zu investieren, wo doch Blitzschäden relativ selten sind. Statistisch gesehen schlägt der Blitz in Deutschland etwa 2 Millionen Mal pro Jahr ein, und die Wahrscheinlichkeit eines Schadens am eigenen Haus liegt bei etwa 1:6000 pro Jahr. Das klingt wenig, aber wenn es einen trifft, sind die Schäden oft erheblich. Außerdem sind es ja nicht nur die direkten Blitzschläge – die meisten Überspannungsschäden entstehen durch indirekte Einschläge in der Umgebung oder durch Störungen im Stromnetz. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft verzeichnet jährlich über 300.000 Blitz- und Überspannungsschäden mit einer Gesamtschadensumme von über 200 Millionen Euro. Das zeigt, dass es kein seltenes Phänomen ist.
Eine typische Frage war auch, was man denn im Akutfall tun soll, wenn ein Gewitter aufzieht. Unser Rat aus eigener Erfahrung: Wenn möglich, empfindliche Geräte vom Netz trennen – nicht nur ausschalten, sondern den Stecker ziehen. Das gilt besonders für teure Elektronik ohne eigenen Überspannungsschutz. Auch Antennenkabel und Netzwerkkabel sollten getrennt werden. Natürlich ist das nicht immer praktikabel, besonders wenn man nicht zu Hause ist. Deshalb ist ein permanenter Überspannungsschutz so wichtig. Moderne Smart-Home-Systeme können sogar automatisch bei Gewitterwarnung bestimmte Stromkreise abschalten, aber das ist natürlich die Luxusvariante.
Wir haben uns selbst lange gefragt, warum die Versicherungen bei Überspannungsschäden so zurückhaltend sind. Ein Versicherungsexperte erklärte uns, dass es mehrere Gründe gibt: Erstens ist die Schadenhöhe bei Überspannungen oft beträchtlich, weil gleich mehrere Geräte betroffen sind. Zweitens ist der Nachweis manchmal schwierig – nicht jeder Elektronikdefekt während eines Gewitters ist automatisch blitzbedingt. Und drittens haben die Versicherer in den letzten Jahren einen massiven Anstieg solcher Schäden verzeichnet, weil immer mehr empfindliche Elektronik in den Haushalten steht. Ein modernes Smart Home mit vernetzten Geräten, intelligenter Haustechnik und Entertainment-Elektronik kann schnell Werte von 20.000 Euro und mehr darstellen.
Eine weitere häufige Frage betraf die Selbstbeteiligung bei Versicherungsschäden. Bei unserer Wohngebäudeversicherung hatten wir eine Selbstbeteiligung von 250 Euro vereinbart, was die Prämie etwas reduziert. Im Schadensfall mussten wir diese 250 Euro selbst tragen, der Rest wurde erstattet. Bei der Hausratversicherung hatten wir keine Selbstbeteiligung, was sich im Nachhinein als Fehler erwies – hätten wir eine kleine Selbstbeteiligung akzeptiert und dafür den Überspannungsschutz inkludiert, wären wir besser gefahren. Man muss hier abwägen: Eine höhere Selbstbeteiligung senkt die Prämie, bedeutet aber im Schadensfall höhere Eigenkosten. Wir haben uns jetzt für eine moderate Selbstbeteiligung von 150 Euro bei beiden Versicherungen entschieden, dafür aber mit erweitertem Schutz.
Viele Bekannte fragten uns auch nach unseren Erfahrungen mit alternativen Absicherungen. Tatsächlich gibt es neben den klassischen Versicherungen auch andere Möglichkeiten. Manche Gerätehersteller bieten erweiterte Garantien an, die auch Überspannungsschäden abdecken. Bei unserem neuen Fernseher haben wir das für 89 Euro dazugekauft – drei Jahre Schutz inklusive Überspannung. Auch manche Stromversorger bieten Zusatzleistungen an, zum Beispiel einen „Geräteschutzbrief" für wenige Euro im Monat. Und wie schon erwähnt gibt es Steckdosenleisten mit inkludierter Geräteversicherung. All das ersetzt keine richtige Versicherung, kann aber eine sinnvolle Ergänzung sein.
Nach all unseren Erfahrungen können wir jedem nur raten, das Thema Blitz- und Überspannungsschutz ernst zu nehmen. Es geht nicht nur um die finanziellen Schäden, sondern auch um den Ärger und Aufwand, der damit verbunden ist. Wochenlang ohne funktionierenden Fernseher, ohne Internet, ohne Espressomaschine – das mag sich nach Luxusproblemen anhören, aber es beeinträchtigt den Alltag erheblich. Dazu kommt der Stress mit Versicherungen, Gutachtern und Handwerkern. Ein guter Versicherungsschutz und vernünftige Präventionsmaßnahmen kosten nicht die Welt, können aber im Ernstfall vor großem Schaden bewahren. Wir haben unsere Lektion gelernt, wenn auch auf die harte Tour.
Für weitere Geschichten aus unserem Alltag, praktische Tipps zu Haus und Garten und ehrliche Erfahrungsberichte, schaut gerne regelmäßig in unserem Blog „Geschichten vom Küchentisch" vorbei. Wir teilen dort unsere Erfolge und Misserfolge, damit andere aus unseren Erfahrungen lernen können – denn gemeinsam meistern wir die kleinen und großen Herausforderungen des Lebens besser.