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Wohnen & Alltagstipps

10 Jahre Spülmaschinen-Fehler – und wie wir endlich Geld & Nerven sparen

by Winterberg 2025. 9. 26.

Neulich saßen wir mal wieder am Küchentisch, Martin hatte gerade den Abwasch gemacht – von Hand, wie immer wenn er prokrastiniert – und ich scrollte durch unsere Stromrechnung. „Schau mal", sagte ich zu ihm, „wir könnten eigentlich mal schauen, ob wir bei der Spülmaschine noch was rausholen können." Er grinste nur und meinte: „Hauptsache sauber, oder?" Das war tatsächlich lange Zeit unser Motto gewesen. Hauptsache sauber, der Rest war uns ehrlich gesagt ziemlich egal. Aber irgendwann haben wir angefangen, uns wirklich damit zu beschäftigen, wie so eine Spülmaschine eigentlich funktioniert und was man da alles falsch – oder eben richtig – machen kann.

In unserer ersten gemeinsamen Wohnung hatten wir noch gar keine Spülmaschine. Da wurde tatsächlich alles von Hand gespült, meistens ich, während Martin abgetrocknet und nebenbei von seinem Tag erzählt hat. Als wir dann endlich eine bekommen haben – gebraucht über Kleinanzeigen, ein echtes Schnäppchen – waren wir erstmal völlig überfordert. Welches Programm nimmt man denn nun? Muss man wirklich vorspülen? Und warum zum Teufel dauert das Eco-Programm drei Stunden? Diese ganzen Fragen haben uns am Anfang echt beschäftigt, und ich kann euch sagen, wir haben so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann.

Das Lustigste war vielleicht, als Martins Mutter zu Besuch kam und uns dabei erwischte, wie wir jeden einzelnen Teller unter fließendem Wasser abgespült haben, bevor er in die Maschine kam. „Kinder", hat sie gesagt, „dann könnt ihr ja gleich von Hand spülen!" Sie hatte natürlich recht, aber wir dachten wirklich, das müsste so sein. Schließlich will man doch nicht, dass die ganzen Essensreste die Maschine verstopfen, oder? Heute wissen wir: Die modernen Geräte haben so ausgeklügelte Filtersysteme, dass grobe Reste abkratzen völlig ausreicht. Das Vorspülen unter dem Wasserhahn verschwendet nur unnötig Wasser und Energie – bis zu 60 Liter pro Spülgang, wenn man es übertreibt wie wir damals.

Was uns auch niemand gesagt hatte: Es kommt verdammt viel darauf an, wie man die Maschine einräumt. Früher haben wir einfach alles reingestopft, wie es gerade gepasst hat. Hauptsache, es ging noch zu. Aber dann haben wir irgendwann mal einen Artikel gelesen – ich glaube, es war in so einem Verbrauchermagazin – der erklärte, dass die Wasserstrahlen in bestimmten Winkeln arbeiten und manche Bereiche der Maschine unterschiedlich stark gespült werden. Seitdem räumen wir anders ein: Teller kommen nach unten, schön aufrecht mit der schmutzigen Seite nach innen. Töpfe und Pfannen ebenfalls nach unten, mit der Öffnung nach unten, damit sich kein Wasser drin sammelt. Gläser und Tassen kommen nach oben, aber so, dass sie sich nicht berühren – sonst klirrt es nicht nur, sondern sie werden auch nicht richtig sauber.

Die Sache mit dem Besteck war auch so eine Erleuchtung. Wir hatten immer alles in den Besteckkorb gesteckt, Löffel zu Löffel, Gabeln zu Gabeln. Macht ja Sinn, dachten wir, ist übersichtlicher beim Ausräumen. Bis uns eine Freundin, die mal in der Gastronomie gearbeitet hat, erklärte, dass sich gleiche Besteckteile ineinanderlegen und dann nicht richtig sauber werden. Seitdem mischen wir wild durcheinander, und siehe da: Kein Löffel klebt mehr am anderen fest, alles wird blitzsauber. Bei Messern achten wir allerdings darauf, dass die Klingen nach unten zeigen – Sicherheit geht vor, gerade wenn man morgens noch verschlafen ausräumt.

Das Eco-Programm war lange Zeit unser Erzfeind. Drei Stunden für einen Spülgang? Das kann doch nicht effizient sein, dachten wir. Also haben wir meistens das Kurzprogramm genommen, schön heiß bei 65 oder 70 Grad, fertig in einer Stunde. Bis wir mal nachgerechnet haben, was das eigentlich kostet. Das war ein echter Augenöffner: Das Kurzprogramm verbraucht fast doppelt so viel Strom und etwa 30 Prozent mehr Wasser als das Eco-Programm. Wie kann das sein? Die Erklärung ist eigentlich ganz logisch: Im Eco-Programm hat das Wasser mehr Zeit, seine Arbeit zu tun. Es muss nicht so heiß sein, weil es länger einwirken kann. Die Enzyme in modernen Spülmitteln arbeiten optimal bei 45 bis 55 Grad – höhere Temperaturen bringen gar nicht unbedingt mehr Sauberkeit, verbrauchen aber deutlich mehr Energie.

Martin war anfangs skeptisch. „Aber wird das denn auch wirklich sauber bei so niedrigen Temperaturen?" Wir haben es einfach ausprobiert, erstmal mit nicht so stark verschmutztem Geschirr. Und was soll ich sagen: Es funktioniert tadellos. Selbst eingetrocknete Müslireste, unser persönlicher Endgegner, werden sauber. Der Trick ist wirklich die Zeit. Das Wasser weicht alles schön ein, die Enzyme können in Ruhe arbeiten, und am Ende ist alles blitzsauber. Nur bei wirklich fettigen Sachen, wie nach einem Raclette-Abend oder wenn wir mal wieder Pulled Pork gemacht haben, nehmen wir ab und zu das Intensivprogramm. Aber das ist vielleicht einmal im Monat.

Was wir auch lernen mussten: Die Maschine voll zu machen, lohnt sich wirklich. Früher haben wir sie oft halb leer laufen lassen, weil wir keine Lust hatten zu warten, bis genug Geschirr zusammenkam. Aber eine halbvolle Maschine verbraucht genauso viel Wasser und Strom wie eine volle – da kann man sich schnell ausrechnen, was effizienter ist. Seitdem sammeln wir konsequenter. Bei uns zu zweit dauert es meist zwei Tage, bis die Maschine voll ist. Wir haben uns angewöhnt, schmutziges Geschirr direkt einzuräumen statt es erst in der Spüle zu sammeln. So sieht die Küche immer aufgeräumt aus, und nichts trocknet ein.

Ein kleiner Trick, den uns unsere Nachbarin verraten hat: Wenn mal was wirklich eingetrocknet ist und man nicht gleich spülen kann, einfach das Geschirr in die Maschine räumen und das Vorspülprogramm laufen lassen. Das verbraucht nur minimal Wasser und Strom, weicht aber alles schön ein. Dann kann man die Maschine später ganz normal laufen lassen, wenn sie voll ist. Das ist immer noch sparsamer, als unter fließendem Wasser vorzuspülen oder die halbvolle Maschine anzuschmeißen.

Die Geschichte mit dem Spülmittel ist auch so eine Sache. Wir haben lange Zeit gedacht, viel hilft viel. Also haben wir die Tabs genommen, die alles können: Reiniger, Klarspüler, Salzfunktion, Glasschutz, Silberschutz und was weiß ich noch alles. Die Dinger kosten ein Vermögen, und ehrlich gesagt, gebraucht haben wir das meiste davon nicht. Wir haben kein Silberbesteck, und unsere Gläser sind jetzt auch nicht so empfindlich. Irgendwann sind wir auf Pulver umgestiegen. Das kann man viel besser dosieren – bei leicht verschmutztem Geschirr reicht die Hälfte, bei stark verschmutztem nimmt man eben mehr. Und es ist deutlich günstiger. Klarspüler und Regeneriersalz kaufen wir separat, das hält ewig und funktioniert mindestens genauso gut.

Die Wasserhärte spielt dabei auch eine Rolle, haben wir gelernt. Bei uns ist das Wasser ziemlich hart, Härtegrad 14. Das haben wir beim Wasserversorger nachgefragt, die Info findet man meist auch online. Bei hartem Wasser braucht man mehr Spülmittel und muss regelmäßig Salz nachfüllen, sonst gibt es Kalkflecken auf Gläsern und Besteck. Das Salz ist übrigens spezielles Regeneriersalz, kein normales Speisesalz – den Fehler haben wir am Anfang auch gemacht. Martin hatte einfach grobes Meersalz reingekippt, weil er dachte, Salz ist Salz. Die Maschine hat es uns nicht gedankt, wir mussten erstmal gründlich durchspülen.

Was die Temperatur angeht, haben wir mittlerweile unseren Sweet Spot gefunden: 50 bis 55 Grad reichen für den normalen Alltag völlig aus. Das ist warm genug, damit Fette sich lösen, aber nicht so heiß, dass es unnötig Energie verschwendet. Studien haben gezeigt, dass der Unterschied in der Sauberkeit zwischen 50 und 70 Grad minimal ist – moderne Spülmittel sind so entwickelt, dass sie bei niedrigeren Temperaturen optimal arbeiten. Der Energieverbrauch dagegen steigt exponentiell mit der Temperatur. Bei 70 Grad verbraucht die Maschine etwa 35 Prozent mehr Strom als bei 50 Grad.

Einmal im Monat lassen wir allerdings bewusst ein heißes Programm laufen, so bei 65 oder 70 Grad. Das ist wichtig für die Hygiene und um Fettablagerungen in der Maschine zu lösen. Wir haben das eine Zeitlang nicht gemacht und uns dann gewundert, warum die Maschine anfing zu müffeln. Der Techniker, der zur Wartung kam, hat uns das dann erklärt: Bei niedrigen Temperaturen können sich mit der Zeit Bakterien und Schimmel bilden, besonders in den Dichtungen und im Ablaufschlauch. Das heiße Programm einmal im Monat beugt dem vor. Manche Maschinen haben sogar ein spezielles Selbstreinigungsprogramm dafür.

Die Sache mit dem Trocknen war auch so eine Erkenntnis. Unsere erste Maschine hatte noch keine automatische Türöffnung, und wir haben immer gewartet, bis alles komplett abgekühlt war, bevor wir aufgemacht haben. Das Geschirr war dann oft noch feucht, besonders Plastikschüsseln und die Unterseiten von Tassen. Also haben wir die Trocknungsfunktion voll aufgedreht – maximale Temperatur, maximale Zeit. Der Stromzähler hat sich gefreut, wir weniger, als die Rechnung kam. Dann haben wir den Trick mit der Tür gelernt: Einfach direkt nach dem Spülgang einen Spalt aufmachen und die heiße, feuchte Luft rauslassen. Das Geschirr trocknet durch die Restwärme von selbst, ganz ohne zusätzliche Heizung. Bei unserer neuen Maschine öffnet sich die Tür sogar automatisch am Ende des Programms – AutoDoor nennt sich das. Spart etwa 15 Prozent Energie beim Trocknen.

Ein Thema, über das wir uns früher nie Gedanken gemacht haben, ist die Beladungserkennung. Unsere neue Maschine hat so einen Sensor, der erkennt, wie voll sie ist und wie schmutzig das Geschirr ist. Am Anfang waren wir skeptisch – kann das wirklich funktionieren? Aber tatsächlich passt die Maschine Wassermenge und Programmdauer automatisch an. Wenn wir mal nur eine halbe Ladung haben, verbraucht sie merklich weniger Wasser. Trotzdem ist es natürlich immer noch effizienter, die Maschine voll zu machen, aber für Notfälle ist die Funktion super.

Was uns auch aufgefallen ist: Die Tageszeit, zu der man die Maschine laufen lässt, kann einen Unterschied machen. Nicht nur wegen eventueller Nachtstromtarife – die haben wir leider nicht – sondern auch wegen der Geräuschentwicklung und der Luftfeuchtigkeit in der Küche. Wir lassen die Maschine jetzt meist abends laufen, bevor wir ins Bett gehen. Dann stört uns der Lärm nicht, und die Feuchtigkeit, die beim Öffnen entweicht, kann über Nacht abziehen. Morgens ist dann alles trocken und bereit zum Einräumen. Im Winter ist das besonders praktisch, da sorgt die warme, feuchte Luft für ein besseres Raumklima – wie ein kleiner Luftbefeuchter.

Apropos Luftfeuchtigkeit: In unserer alten Wohnung hatten wir mal Probleme mit Schimmel in der Küche, besonders an der Außenwand hinter den Schränken. Der Vermieter meinte, wir würden nicht richtig lüften, aber wir haben wirklich regelmäßig gelüftet. Erst später haben wir verstanden, dass die Spülmaschine ein Teil des Problems war. Wenn man sie direkt nach dem Programm komplett öffnet, entweicht schlagartig sehr viel Feuchtigkeit. In einer kleinen, schlecht belüfteten Küche kann das problematisch werden. Seitdem öffnen wir sie nur einen Spalt und lüften gleichzeitig kurz durch. Das hat das Problem gelöst.

Die Wartung der Maschine haben wir auch lange vernachlässigt. Wir dachten, solange sie läuft, ist alles gut. Bis sie dann eines Tages nicht mehr richtig abgepumpt hat und das Wasser unten stehen blieb. Martin hat dann das Sieb rausgeholt – ihr glaubt nicht, was da alles drin war. Kleine Essensreste, Zahnstocher, sogar ein Kirschkern. Seitdem reinigen wir das Sieb einmal im Monat. Es ist wirklich kein großer Aufwand, man muss es nur rausnehmen und unter fließendem Wasser abspülen. Gleichzeitig wischen wir die Türdichtungen ab, da sammelt sich auch gerne mal was an.

Einmal im Vierteljahr machen wir eine Grundreinigung mit Maschinenreiniger. Es gibt spezielle Reiniger dafür, aber ehrlich gesagt tut es auch eine Ladung mit Zitronensäure oder Essigessenz. Wichtig ist nur, dass man das ohne Geschirr macht und ein heißes Programm wählt. Das löst Kalk und Fettablagerungen und die Maschine riecht danach wieder frisch. Wir hatten mal den Fehler gemacht und Essig direkt in die Maschine gekippt – das greift die Dichtungen an. Besser ist es, eine Schüssel mit Essig ins obere Fach zu stellen und dann das Programm laufen zu lassen.

Ein interessanter Punkt, den wir erst durch Zufall entdeckt haben: Die Position der Maschine in der Küche macht einen Unterschied. Bei uns stand sie früher direkt neben dem Herd. Das Problem: Wenn man kocht und dann gleich danach die Maschine aufmacht, beschlagen die Gläser im oberen Korb vom Temperaturgefälle. Außerdem wird die Maschine von außen warm, wenn der Backofen läuft, was zusätzlich Energie kostet. Nach unserem Umzug steht sie jetzt mit etwas Abstand zum Herd, und diese Probleme haben wir nicht mehr.

Die Frage, ob sich eine neue, energieeffiziente Maschine lohnt, haben wir uns auch gestellt. Unsere alte hatte Energieeffizienzklasse A+, was damals gut war, heute aber nur noch Mittelmaß ist. Die neue hat A+++, verbraucht etwa 30 Prozent weniger Strom und 20 Prozent weniger Wasser. Bei unserer Nutzung – etwa fünfmal pro Woche – sparen wir damit ungefähr 50 Euro im Jahr. Die neue Maschine hat 600 Euro gekostet, also amortisiert sich das erst nach zwölf Jahren rein über die Energiekosten. Aber: Sie ist auch leiser, hat bessere Programme und diese automatische Türöffnung. Für uns hat sich der Wechsel gelohnt, aber das muss jeder selbst entscheiden.

Was wir auch unterschätzt haben, ist der Unterschied zwischen verschiedenen Spülmittelformen. Tabs sind praktisch, keine Frage. Alles in einem, einfach reinwerfen, fertig. Aber sie haben auch Nachteile. Man kann sie nicht dosieren, und bei Kurzprogrammen lösen sie sich oft nicht vollständig auf. Wir haben mal nach einem Schnellprogramm die Maschine geöffnet und fanden noch halbe Tabs in der Kammer. Das ist natürlich Verschwendung. Pulver oder Gel lässt sich besser dosieren und löst sich schneller auf. Bei leicht verschmutztem Geschirr reicht oft die Hälfte der empfohlenen Menge. Wir haben mal ausgerechnet: Mit Pulver kommen wir auf etwa 8 Cent pro Spülgang, mit Tabs waren es 15 bis 20 Cent. Bei 250 Spülgängen im Jahr macht das einen Unterschied von 30 Euro.

Die Vorspülkammer ist auch so eine Sache, die viele nicht nutzen. Die meisten Maschinen haben zwei Kammern für Spülmittel: eine für das Hauptprogramm und eine kleine für die Vorspülung. Wenn man die kleine Kammer auch befüllt, wird das Geschirr schon in der Vorspülphase mit Spülmittel behandelt. Das macht besonders bei eingetrocknetem Schmutz Sinn. Wir machen das nur bei wirklich dreckigem Geschirr, aber dann macht es einen deutlichen Unterschied.

Ein Mythos, den wir lange geglaubt haben: Geschirr muss man sofort nach dem Essen in die Maschine räumen, sonst trocknet alles ein. Stimmt nicht unbedingt. Klar, je länger man wartet, desto mehr trocknet ein. Aber moderne Spülmaschinen und Spülmittel sind so gut, dass sie auch eingetrocknete Reste wegbekommen. Wir lassen manchmal Geschirr vom Frühstück bis abends stehen, räumen es dann ein und lassen die Maschine über Nacht laufen. Funktioniert problemlos. Nur bei eiweißhaltigen Sachen wie Ei oder Milch sollte man nicht zu lange warten, das wird sonst wirklich hartnäckig.

Was uns auch niemand gesagt hat: Nicht alles gehört in die Spülmaschine. Wir haben mal unsere guten Küchenmesser reingepackt – einmal und nie wieder. Die Schneide wird stumpf, die Griffe können sich lösen. Auch Holzbrettchen oder Kochlöffel aus Holz haben in der Maschine nichts zu suchen, die verziehen sich oder bekommen Risse. Beschichtete Pfannen sind auch so eine Sache. Manche Hersteller sagen, es geht, andere raten ab. Wir waschen unsere beschichteten Pfannen lieber von Hand, sicher ist sicher. Die Gusseisenpfanne sowieso, die würde in der Spülmaschine rosten und ihre Patina verlieren.

Thermoskannen und Isolierbecher sind auch kritisch. Die haben oft einen Hohlraum zwischen zwei Wänden, der für die Isolation sorgt. Wenn da Wasser reinläuft, ist die Kanne hinüber. Wir haben das einmal mit Martins Lieblings-Thermobecher gemacht – seitdem hält der keinen Kaffee mehr warm. Auch Kristallgläser und feines Porzellan mit Goldrand sollten besser von Hand gespült werden. Die Gläser werden mit der Zeit milchig, und der Goldrand löst sich ab.

Ein praktischer Tipp, den wir von Martins Schwester haben: Kleine Teile wie Deckel von Babyfläschchen oder Kleinteile vom Mixer kann man in einen Wäschesack packen und dann in die Maschine legen. So geht nichts verloren und alles wird trotzdem sauber. Wir machen das jetzt auch mit den Deckeln von unseren Vorratsdosen. Vorher sind die immer durch die Maschine geflogen und haben sich überall verklemmt.

Die Beladungsdichte ist auch wichtiger, als wir dachten. Früher haben wir die Maschine so vollgestopft, dass kaum noch Platz zwischen den einzelnen Teilen war. Resultat: Die Wasserstrahlen kommen nicht überall hin, und manches bleibt schmutzig. Jetzt achten wir darauf, dass zwischen den Teilen noch etwas Platz ist. Die Maschine hat sogar verstellbare Körbe – den oberen kann man in der Höhe verstellen, je nachdem, ob man unten hohe Töpfe oder oben große Gläser unterbringen will. Das haben wir zwei Jahre lang nicht gewusst, bis wir mal die Anleitung gelesen haben.

Apropos Anleitung: Es lohnt sich wirklich, die mal zu lesen. Da stehen oft nützliche Sachen drin, die man nicht erwarten würde. Bei uns stand zum Beispiel drin, dass man den Besteckkorb rausnehmen und in verschiedene Positionen setzen kann. Oder dass es extra Halterungen für Weingläser gibt. Oder wie man die Körbe richtig einstellt. Klingt banal, macht aber einen Unterschied.

Ein Fehler, den wir am Anfang oft gemacht haben: Plastikgeschirr nach unten packen. Das Problem ist die Hitze. Unten, wo das heiße Wasser direkt aus den Düsen kommt, wird es am heißesten. Leichte Plastikteile können sich verformen oder sogar schmelzen. Die gehören nach oben, wo es nicht ganz so heiß wird. Wir haben mal eine Plastikschüssel unten direkt über dem Heizelement platziert – die war danach komplett verzogen.

Die Wasserzufuhr ist auch ein Thema. Unsere Maschine ist an die Warmwasserleitung angeschlossen, weil wir eine moderne Gastherme haben. Das spart Energie, weil die Maschine das Wasser nicht selbst erhitzen muss. Aber das funktioniert nur, wenn man wirklich eine effiziente Warmwasserbereitung hat. Bei einem alten Elektroboiler würde sich das nicht lohnen. Man sollte auch darauf achten, dass die Zuleitung nicht zu lang ist, sonst steht erstmal kaltes Wasser in der Leitung, und der Vorteil ist dahin.

Ein kleiner Trick für Gläser: Wenn sie nach dem Spülen Wasserflecken haben, liegt das meist am Klarspüler. Entweder zu viel oder zu wenig. Die meisten Maschinen kann man da einstellen. Wir haben ein bisschen experimentiert, bis wir die richtige Einstellung gefunden haben. Bei hartem Wasser braucht man mehr Klarspüler, bei weichem weniger. Wenn die Gläser sich seifig anfühlen oder Schlieren haben, ist es zu viel. Wenn sie Wasserflecken haben, zu wenig.

Was uns auch geholfen hat: Die Maschine nicht sofort nach dem Essen anschalten, sondern erstmal alles einräumen und dann eine Weile stehen lassen. Eingetrocknete Reste werden so wieder etwas aufgeweicht durch die Feuchtigkeit vom frisch eingespülten Geschirr. Klingt komisch, funktioniert aber. Besonders bei Sachen wie Käse oder Ei macht das einen Unterschied.

Die Lautstärke war bei uns auch ein Thema. Unsere alte Maschine war so laut, dass man im Wohnzimmer den Fernseher lauter drehen musste. Die neue hat 42 Dezibel, das ist flüsterleise. Man hört nur ein leises Rauschen. Das war für uns ein wichtiges Kaufkriterium, weil wir eine offene Küche haben. Es gibt sogar Nachtprogramme, die noch leiser sind, aber länger dauern. Perfekt, wenn man die Maschine nachts laufen lassen will.

Ein Punkt, über den wir uns nie Gedanken gemacht hatten: Die Maschine sollte gerade stehen. Unsere alte war leicht schief, weil der Boden nicht ganz eben war. Das führt dazu, dass das Wasser nicht richtig abläuft und sich in Ecken sammelt. Außerdem werden manche Bereiche nicht richtig gespült. Mit einer Wasserwaage und den verstellbaren Füßen haben wir die neue Maschine perfekt ausgerichtet. Macht wirklich einen Unterschied.

Was die Kosten angeht, haben wir mal alles durchgerechnet. Pro Spülgang kommen wir auf etwa 35 Cent – Strom, Wasser, Spülmittel, alles zusammen. Von Hand spülen würde uns etwa 80 Cent kosten, hauptsächlich wegen des vielen heißen Wassers. Also spart uns die Maschine nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Bei 250 Spülgängen im Jahr sind das 112 Euro Ersparnis. Dazu kommt die gesparte Zeit – wenn ich eine halbe Stunde pro Tag mit Abwaschen verbringe, sind das im Jahr 180 Stunden. Die kann man definitiv besser nutzen.

Ein lustiger Nebeneffekt: Seitdem wir uns so intensiv mit der Spülmaschine beschäftigt haben, sind wir auch in anderen Bereichen bewusster geworden. Wir achten mehr darauf, wie wir Energie verbrauchen, wo wir sparen können. Die Waschmaschine läuft jetzt auch meist bei 30 oder 40 Grad statt bei 60. Der Trockner wird nur noch für Handtücher und Bettwäsche benutzt, der Rest kommt auf die Leine. Es ist erstaunlich, wie viel man sparen kann, wenn man sich mal damit beschäftigt.

Neulich hatten wir Freunde zu Besuch, und als ich nach dem Essen die Spülmaschine eingeräumt habe, meinte eine Freundin: „Du räumst das ja ein wie ein Profi!" Ich musste lachen und hab ihr dann unsere ganzen Tricks erklärt. Sie war erstaunt, wie viel man dabei falsch machen kann – oder eben richtig. Am Ende des Abends hatte ich ihr unsere wichtigsten Erkenntnisse auf einen Zettel geschrieben. „Das ist ja wie eine Wissenschaft", meinte sie. Irgendwie hat sie recht.

Was wir durch all das gelernt haben: Es lohnt sich, sich mit den Dingen zu beschäftigen, die man täglich nutzt. Man muss kein Experte werden, aber ein bisschen Grundwissen schadet nicht. Wir haben nicht nur Geld gespart, sondern auch die Umwelt geschont. Und ehrlich gesagt macht es auch irgendwie Spaß, wenn man weiß, dass man etwas richtig macht. Martin nennt mich manchmal scherzhaft die „Spülmaschinenflüsterin", aber insgeheim ist er genauso stolz darauf, dass unser Geschirr immer perfekt sauber wird und wir dabei noch sparen.

Letztens kam unsere Nachbarin rüber und hat gefragt, ob wir ihr mal zeigen können, wie wir unsere Maschine so effizient nutzen. Ihre Gläser würden immer milchig und das Besteck hätte Flecken. Wir haben uns dann zusammen ihre Maschine angeschaut – es war das Salz. Der Behälter war leer, und bei unserem harten Wasser hier führt das unweigerlich zu Kalkflecken. Wir haben ihr gezeigt, wo man das Salz einfüllt, wie man die Härte einstellt und wie man den Klarspüler dosiert. Eine Woche später kam sie mit einem Kuchen vorbei als Dankeschön – ihre Gläser glänzen jetzt wie neu.

Es ist schon verrückt, wenn man darüber nachdenkt. So eine Spülmaschine ist eigentlich eine ziemlich geniale Erfindung. Sie nimmt uns nicht nur Arbeit ab, sondern macht es auch noch effizienter als wir es von Hand könnten. Man muss nur wissen, wie man sie richtig nutzt. Und das ist gar nicht so kompliziert, wenn man sich einmal damit beschäftigt hat.

Für alle, die jetzt Lust bekommen haben, ihre eigene Spülmaschine zu optimieren, hier nochmal unsere wichtigsten Erkenntnisse: Eco-Programm nutzen, auch wenn es länger dauert. Nicht vorspülen, nur grobe Reste entfernen. Maschine voll beladen, aber nicht überladen. Geschirr richtig einräumen – Teller nach unten, Gläser nach oben, Besteck gemischt. Temperatur zwischen 50 und 55 Grad für den Alltag. Einmal im Monat heiß durchlaufen lassen für die Hygiene. Sieb regelmäßig reinigen. Salz und Klarspüler nachfüllen. Tür nach dem Spülgang einen Spalt öffnen zum Trocknen.

Wenn ihr noch mehr über energieeffizientes Leben wissen wollt, schaut doch mal in unsere anderen Beiträge. Wir haben auch über unsere Erfahrungen mit der Heizungsoptimierung geschrieben – da konnten wir unsere Heizkosten um 20 Prozent senken. Oder unser Experiment mit dem plastikfreien Monat, das war auch sehr lehrreich. Und wenn ihr spezielle Fragen zur Spülmaschine habt, schreibt uns gerne in die Kommentare. Wir teilen gerne unser Wissen – schließlich sitzen wir alle im selben Boot, oder besser gesagt, an derselben Spüle.